Jugendinfo gegen Rechts


Richtig zoffen

1. Fachtag für Streitschlichtung in Bremen für Schülerinnen und Schüler, die Streitschlichter sind oder werden wollen findet am 3.09.2009, von 9.00 - 15.00 Uhr, in der VHS im Bamberger, Faulenstraße 69, 28195 Bremen. In interessanten Workshops könnt ihr mehr erfahren über Streitschlichten, Umgang mit Konflikten und was ihr tun könnt.

Ohne Beschreibung
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 Die Idee:

Nur gemeinsam können Schule, Eltern, pädagogische Einrichtungen und andere Institutionen erfolgreich Zukunft gestalten. Deshalb haben wir vor 2 Jahren angefangen Brücken zu bauen. Unterschiedliche Organisatoren ziehen seitdem unter dem Logo „Brücken bauen" an einem Strang.

In diesem Jahr haben wir (ZEB/ZEBiS e. V., LIS, ServiceBureau Jugendinformation, Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jungend und Soziales und die Bürgerstiftung Bremen) den ersten Bremer Fachtag Streitschlichtung organsiert, der als Kick-off für regelmäßig stattfindende Streitschlichtungs - Fachtage gedacht ist. Bürgermeister Böhrnsen hat die Schirmherrschaft für den 1. Streitschlichtertag übernommen.

Der Umgang mit Konflikten und schwierigen Situationen soll als Thema in Schulen und in der Öffentlichkeit nachhaltig im Bewusstsein verankert werden, damit Kinder und Jugendliche und Erwachsene über alle kulturellen Unterschiede hinweg lernen, 

  • demokratische Grundwerte zu erleben
  • Konflikte friedlich auszutragen
  • gegenseitige Achtung zu erfahren und

 …für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Als Streitschlichterin/Streitschlichter trägst du nicht nur zu einem besseren Schulklima an deiner Schule bei, indem du Konflikte zwischen anderen Schülerinnen und Schülern regeln hilfst. Dein Einmischen bedeutet auch Mitgestalten von Schule im Sinne einer demokratischen Gesellschaft. Dabei möchten wir dich unterstützen!

Dieser Fachtag soll dir Gelegenheit bieten, deine Kompetenzen als Streitschlichter bzw. Streitschlichterin zu vertiefen und gleichzeitig Erfahrungen mit Jugendlichen anderer Schulen auszutauschen. 

Zeitlicher Ablauf (Durch den Tag führt Claudius Joecke)

9.00 Uhr
Begrüßung durch den Polizeipräsidenten Holger Münch
Vorstellen der Workshops und der Teamerinnen und Teamer
10.00 - 11.30 Uhr
1. Workshop – Phase
11.30 - 11.50 Uhr
Pause (mit Erfrischungen)
11.50 Uhr Gruppenbildung zur 2. Workshop – Phase
12.00 - 13.30 Uhr
2. Workshop-Phase
13.30 – 14.45 Uhr
Auswertung der Workshop - Ergebnisse:
Was brauchen wir, um uns „richtig zoffen“ zu können?
14.45 - 15.00 Uhr
Schlusswort und „Lob für Aktive“ durch Senatsrätin Cornelia von Ilsemann
 
Workshops:

 „Feiern ohne Veilchen!“
Kennt ihr schon das Projekt ProMeile auf der Bremer Diskomeile? Möchtet ihr erfahren, wer sich dort warum nachts unter die feiernden Leute mischt, um als Sozialarbeiter gerade hier sehr wichtige Arbeit zu leisten? Wir werden gemeinsam und in Gruppen herausarbeiten, welche Probleme für euch auf der Diskomeile möglicherweise auftreten und wie diese zu lösen wären. Wie würdet ihr die Probleme lösen? Und wie würden die Sozialarbeiter auf der Diskomeile es versuchen? Ziel des Workshops soll es sein herauszufinden, wie sich Konflikte am besten vermeiden oder auch entschärfen lassen und wer euch dabei helfen kann.
Anne Schierenbeck Vaja e. V. / Projekt ProMeile

WORKSHOP 1 10.00 Uhr
WORKSHOP 11 12.00 Uhr

 
„Aufhören – Zuhören – Hinsehen aber: Zuhören, Spiegeln, Umformulieren – wie ging das noch gleich?“
Ich bin ganz Ohr!
Zuhören bedeutet mehr als nur den Mund halten, wenn ein anderer spricht: Das wollen wir noch einmal näher unter die Lupe nehmen.
In diesem Workshop werdet ihr zunehmend zuhören - spielend spiegeln - umwerfend umformulieren und auch noch Spaß haben.
Eva Hütter / Sabine Messer LIS Bremen

WORKSHOP 2 10.00 Uhr
WORKSHOP 12 12.00 Uhr
 
 
Nicht mit mir!  Cool sein - cool bleiben 
 
Cool ist es, Angriffe zu ignorieren! Lernen mit dem Kopf zu siegen, das ist wirklich stark! In unserem Workshop zeigen wir als Polizeibeamte der Schutz-und Kriminalpolizei, wie ihr euch in bedrohlichen Situationen verhalten solltet. Was könnt ihr tun, um nicht Opfer zu werden? Wie setzen sich Gewaltspiralen in Gang, wie entstehen Konflikte? Wie könnt ihr es vermeiden, in Konfliktsituationen hineingezogen zu werden? Wie könnt ihr Zivilcourage oder die Kunst zu helfen trainieren?
Wir wollen mit euch herausarbeiten, dass es gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten gibt! Wir zeigen euch, ohne Gewalt stark zu sein... Denn Täter suchen sich Opfer - keine Gegner!
Holger Ihnen / Jürgen Schneider Polizei Bremen

WORKSHOP 3 10.00 Uhr
WORKSHOP 13 12.00 Uhr
 
 
Was habe ich davon, Streitschlichter / Streitschlichterin zu sein?
Als Streitschlichter/ Streitschlichterin aktiv zu sein bedeutet vor allem neue Erfahrungen zu machen. Was hast du dabei für dich persönlich gelernt? Kannst du deine gewonnenen Erfahrungen und Fähigkeiten auch außerhalb der Streitschlichtertätigkeit für dich nutzen?
Steckt noch mehr in dir, was du vielleicht noch nicht umsetzen kannst?
In unserem Workshop kannst du dich mit anderen Streitschlichtern austauschen
und den Blick auf deine eigenen Fähigkeiten schärfen.
Neele Jargstorf/ N. N.
DGB-Jugend Bremen

WORKSHOP 4   10.00 Uhr
WORKSHOP 14 12.00 Uhr

 
Eh, du Opfer!
 
Gewalt ist erlernbar und immer der Weg der Schwäche.
Wenn wir schweigen, wegschauen und schlimmstenfalls sogar mitmachen, halten wir den Kreislauf von Gewalt und Angst am Leben. Zeigen wir aber Zivilcourage, das Handeln ohne sich dabei in Gefahr zu bringen, schützen wir die Opfer und weisen die Täter in die Schranken.
Wie einfach es ist Zivilcourage zu leisten, zeigt der Workshop mit Sprache gegen Gewalt e.V.
Dirk Heinrichs
Schauspieler, Sprache gegen Gewalt e. V.

WORKSHOP 5 10.00 Uhr
WORKSHOP 15 12.00 Uhr
 
 
„Wenn Zahnbürsten und Zwerge miteinander reden und du bist mittendrin...“
- IMPROVISATIONSTHEATER -

Du bist der geborene Entertainer? Dir gefällt es, spontan und ohne Textvorgabe auf der Bühne zu stehen und etwas zu spielen? Dann bist du in unserem Workshop genau richtig. Wenn du bereit bist, dich auf ein Abenteuer einzulassen, dabei über deine Grenzen hinaus zu wachsen und Spaß am Darstellen und am Spiel hast, werden wir gemeinsam spielerisch deine Experimentierfreude entwickeln und deine Kommunikationsfähigkeit stärken.
Für deine Tätigkeit als Streitschlichter/ Streitschlichterin kannst du hier deine Wahrnehmungsfähigkeit und Spontaneität weiterentwickeln. Aber auch die Fähigkeit zur Kontaktaufnahme und das Gespür für dein Gegenüber kannst du hier trainieren.

Silvana Jonen LIS Bremen, Kühne Bühne Bremen e. V.
Anja Engel Kühne Bühne Bremen e. V.

WORKSHOP 6 10.00 Uhr
WORKSHOP 16 12.00 Uhr
 
 
Schülerstreitschlichtung in Beruflichen Schulen – Chancen, Grenzen, Ansatzmöglichkeiten –
 
Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage nach der Umsetzung der Schülerstreitschlich­tung unter den besonderen Bedingungen der BBS. Hierzu können im Verlauf insbesondere dienen:
Diskussion und Reflexion von Chancen, Grenzen und möglichen Ansatzpunkten mithilfe der Disney-Strategie Beschäftigung mit Praxisbeispielen anderer Berufsschulen
Vorstellung von Instrumenten des Projektmanagements
Konkretion von Umsetzungsüberlegungen im Hinblick auf die eigene Schule
Der Workshop richtet sich an interessierte Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler von Berufsbildenden Schulen. Sinnvoll ist deren Teilnahme als „Team“. 

Frank Beckmann
Dipl. Sozialpädagoge, Mediator und Ausbilder für Mediation BM, Supervisor; Leitung des Referats Schule und Jugend der Mediationsstelle Brückenschlag e.V.

Workshop Nur für Schüler/innen und Pädagog/innen aus Beruflichen Schulen

WORKSHOP 7 10.00 - 13.30 Uhr

  
Soziales Lernen als Teil von Schulentwicklung
 
Voraussetzung für eine hohe Wirksamkeit der Schülerstreitschlichtung ist die Atmosphäre in der Schule! Für eine derartige Form der Schülerpartizipation muss eine förderliche Atmo­sphäre und die Mehrzahl aller in der Schule beteiligten Akteure bereit und in der Lage sein, von einem solchen Angebot Gebrauch zu machen. In diesem Workshop soll eine Möglich­keit aufgezeigt werden, wie durch ein Training sozialer Kompetenzen im Schulalltag diese Voraussetzung umgesetzt werden kann. Leider haben wir zunehmend mehr Schüler und Schülerinnen, die nur sehr unzureichend über soziale Kompetenzen verfügen. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit aus, sondern vor allem auch auf den alltäglichen Umgang untereinander, besonders in den Bereichen außerhalb der Beaufsichtigung durch die Lehrkräfte.
Es gibt keine Patentrezepte, aber basierend auf dem Orientierungsrahmen Schulqualität werden Grundsätze aufgezeigt, die bei einer nachhaltig wirksamen Umsetzung Beachtung finden sollten. Bei Bedarf können einzelne Übungen ausprobiert werden.
Monika Harms
Beauftragte für Gewaltprävention der Landesschulbehörde, Abteilung Hannover und Beratungslehrerin der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Hannover
Workshop
Nur für Pädagog/innen

WORKSHOP 8 10.00 – 11.30 Uhr
 
Mediation und Partizipation Kompetenzentwicklung für ein erfolgreichesLeben
Die OECD hat 2002 die Schlüsselkompetenzen als die Kompetenzen definiert, die der/ die Einzelne benötigt, um ein auf allen Ebenen erfolgreiches Leben zu führen und zu einer gut funktionierenden, demokratischen Gesellschaft beizutragen. Mediation und Partizipation in der Schule bieten heranwachsenden, jungen Menschen eine Möglichkeit solche Kompeten­zen zu entwickeln. Im Workshop möchte ich mit Ihnen...
sichtbar machen, wie - bezogen auf die Ausbildung und Förderung von Schlüsselkompetenzen - schulische Angebote der Mediation und Partizipation ineinander greifen. gemeinsam untersuchen, wie mit schulischen Mediations- und Partizipationsangeboten die Schlüssel- und Demokratiekompetenzen von Schüler/-innen entwickelt und gefördert werden können. Wir werden u. a. den Fragen nachgehen, was Schüler/-innen lernen, wenn sie sich zu Streitschlichter/-innen ausbilden lassen und selbstständig Konfliktlösungen erarbeiten und unterstützen? Und was Schüler/-innen lernen, wenn sie sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens und des Unterrichts beteiligen?
mit Ihnen überlegen, wie sich Mediations- und Partizipationsangebote evtl. an Schulen verzahnen lassen, so dass sich den Schüler/-innen vielfache Felder bieten, die in beiden Bereichen entwickelten Kompetenzen anzuwenden und weiter zu entwickeln. 
 
Ines Fögen Diplomsoziologin, Demokratiebildung/ Interkulturelle Bildung

Workshop Nur für Pädagog/innen
WORKSHOP 9 12.00 – 13.30 Uhr
 
 
Infos unter :
 
Landesinstitut für Schule
Astrid Mangold
Am Weidedamm 20
28215 Bremen
Tel.: + 49 (0)421 361 18197
E-Mail: amangold@lis.bremen.de
 
Anmeldung bitte unter www.brueckenbauen-bremen.de
Anmeldeschluss 21.08.2009

 


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