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Geocaching zu historischem jüdischen Leben in Bremen

Bremer Schülerinnen und Schülern werden mit Unterstützung des Rosenak-Haus e.V., durch die Methode des Geocaching, die verborgene Geschichte der Juden in Bremen innovativ und nachhaltig im Stadtgebiet kenntlich und anderen zugänglich machen. Ein Projekt des Rosenak-Haus e.V. in Zusammenarbeit mit Bremer Schülerinnen und Schülern und Frau Dr. Barbara Johr /Landeszentrale für politische Bildung, Projekt Stolpersteine

 

Geplant ist die Erstellung von Geocaches im Bremer Stadtgebiet zu historischen jüdischen Themen. Die Schulgruppe, die diese Caches vorbereiten wird, beschäftigt sich im Zuge dieses Projektes mit der Geschichte der Juden in Bremen, Antisemitismus und Rassismus. Hierzu werden außerschulische Lernorte besucht, wie z.B. das Staatsarchiv Bremen und die Schülerinnen und Schüler tragen durch diese interaktive Herangehensweise zur Sichtbarmachung jüdischer Geschichte in Bremen bei.

Geocaching ist eine neu aufkommende weltweite Bewegung, bei der mit GPS-Geräten nach Verstecken (Caches) gesucht wird, die an einer beliebigen Koordinate auf der Erde versteckt sind. Koordinaten von Caches findet man auf den großen Geocachingportalen im Internet und kann sich auf die Suche z.B. im Rahmen eines Stadtrundgangs begeben. Geocaching ist für viele Themen und Altersgruppen einsetzbar. Es eignet sich für den Unterricht, Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen. So genannte Multicaches können hervorragend für die Vermittlung von historischem Wissen eingesetzt werden. Durch den besonderen Zugang kann dieses Wissen spielerisch vermittelt, anderen sichtbar gemacht und vertieft werden. Die Beschäftigung der Kinder und Jugendliche werden durch den Einsatz der GPS-Technik bei ihren Interessen abgeholt, haben einen zusätzlichen Reiz, sich draußen zu bewegen und bekommen die Möglichkeit die historischen Inhalte in eigenen Worten und mit interaktiven Methoden zu verarbeiten. Je nach Aufbau des Caches wird das Miteinander gefördert und partizipative Elemente werden eingesetzt. Zum Beispiel durch Aufgaben, die nur in der Gruppe mittels unterschiedlicher Fähigkeiten gelöst werden können. Der Kreativität sind im Einsatz kaum Grenzen gesetzt.

Im Bremer Innenstadtbereich liegen derzeit  43 Geocaches (Stand Ende Oktober 2009: www.geocaching.com), die sich häufig mit der Bremer Handels- und Stadtgeschichte beschäftigen. Ziel des Projektes soll es sein, die über 200-jährige jüdische Geschichte mit Hilfe von Geocaching in die Stadtgeschichte einzuschreiben. Mögliche Caches könnten sein:

1.     Biografische Annäherung an eine ehemalige jüdische Familie in Bremen: Denkbar wären hier verschiedene Stationen der Personen in Bremen mit einem Cache zu markieren, wie zum Beispiel Wohnort, Arbeit oder Schulort, Freizeiteinrichtungen und Treffpunkte.

 

Projektablauf:

  1. In einer ersten Phase wird das Projekt von den Teamerinnen den Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Je nach Interesse der Schulgruppe wird das zu bearbeitende Thema ausgesucht und es wird eine Einführung zum Geocaching geben.

 

  1. Im nächsten Schritt wird das historische Material bearbeitet und es werden mögliche Orte für die einzelnen Stationen festgelegt. Daraufhin kann die Bearbeitung der einzelnen Stationen folgen: Welche Hinweise und Aufgaben müssen gelöst werden, um den Geocache finden zu können.

 

  1. In der letzten Phase werden die einzelnen Stationen versteckt und auf den Internetplattformen sowie auf der Homepage des Rosenak-Hauses online gestellt. Andere Gruppen werden eingeladen den Rundgang zu testen.

 


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